Presseerklärung, 11.06.2012: Petra Roth ist weg… der schwarze Block war da!

Heute, am 11. Juni 2012 wurde Petra Roth nach 17 Jahren Herrschaft in der Frankfurter Paulskirche feierlich verabschiedet. Wie angekündigt, ließ es sich auch der schwarze Block nicht nehmen der Zermonie beizuwohen.

Wie zuvor deligiert, übernahmen mehrere Hundertschaften der Polizei das Blockadekonzept und riegelten den Paulsplatz großräumig ab. Um sicherzustellen, das kein Mitglied des schwarzen Blocks einen Hörschaden erleiden musste, begrenzten sie die Lautstärke des Lautsprecherwagens auf sanfte 80 Dezibel.

Da der Paulsplatz bereits blockiert war, versammelten sich pünklich um 15 Uhr weit über 100 Aktivist_innen in der für sie typischen Tracht in der Braubachstraße mit schwarzen Transparenten, Fahnen und Schildern. Einer der Anwesenden trug ein schwarzes T-Shirt mit der Aufschrift »…der schwarze Shop! Für sie vor Ort.« und verteilte aus einem Bauchladen die üblichen Argumente des schwarzen Blocks – Pflastersteine und Pyrotechnik. Unter Sprechchören wie „Randale, Bambule, Frankfurter Schule!“ und „BRD, Bullenstaat, wir haben dich zum Kotzen satt!“ begannen die Anwesenden Feuerwerkskörper zu zünden und die Steine zu werfen. Redebeiträge und Grußbotschaften an den schwarzen Block – unter anderem von Blockupy vor Ort – rundeten die Sache ab.

Da um 16 Uhr – pünktlich zu Beginn der Feierlichkeiten – die Argumente ausgegangen waren, beschloss der schwarze Block seinen Protest an anderen Orten in der Stadt fortzusetzen. Die weitere Störung und Blockade der Feierlichkeiten wurde den vermummten und bewaffneten Polizeieinheiten überlassen. Ein weiterer schwarzer Block formierte sich in Bockenheim am Ardornoplatz – angeblich war auch die Schreibtisch Adornos an den Ausschreitungen beteiligt.

»Der heutige Tag ist für uns als ein klarer Erfolg zu bewerten. Während die Polizei entsprechend unserer Forderungen die Blockade übernahmen, konnten wir uns unseren Kernkompetenzen und Schlüsselfähigkeiten widmen und unsere Taten für uns sprechen lassen.« sagte Peter Weiss abschließend. Der langjährige Aktivist und Sprecher der Bewegung kündigte weitere Aktionen an und sagte abschließend: »Auch wenn Politiker_innen kommen und gehen, der schwarze Block bleibt!«